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Weltfrauentag – be a Lilith, not an Eve
Der Weltfrauentag ist kein Tag für Blümchenklischees und Rabattaktionen in Rosa. Er ist ein Erinnerungstag. Er ist ein Tag für Haltung. Für Geschichte. Und für starke Bilder. Eines davon heißt Lilith. Der jüdischen Überlieferung nach war Lilith nicht etwa eine Randfigur, sondern Adams erste Frau. Anders als Eva wurde sie – so erzählt es die Sage – aus derselben Erde erschaffen wie er. Auf Augenhöhe. Genau das wurde zum Problem. Lilith weigerte sich, sich unterzuordnen. Weder im Alltag noch in der Beziehung. Sie bestand auf Gleichberechtigung. Als Adam Dominanz einforderte, sagte sie Nein. Ein klares, selbstbewusstes Nein. Und ging.
In späteren Erzählungen wurde sie dafür dämonisiert. Aus der selbstbestimmten Frau wurde eine gefährliche Verführerin gemacht. Eine, die nicht ins Bild passte. Die nicht gehorchte. Die ihren eigenen Weg wählte. Kommt uns das bekannt vor? Eva hingegen wurde zur „braven“ Gefährtin stilisiert. Angepasst, unterstützend, aus einer Rippe geschaffen – ein starkes Symbol für Abhängigkeit. Zwei Frauenfiguren, zwei Narrative. Und eine Frage, die bis heute nachhallt: Wie viel Selbstbestimmung gestehen wir Frauen zu, ohne sie dafür abzustrafen?
Dabei war es schon immer die Lilith-Energie, die Geschichte bewegt hat. Ob in Zeiten, in denen Bildung ein Privileg war, das man ihnen verweigerte, oder in Momenten gesellschaftlicher Umbrüche: Frauen haben Wege gefunden. Durch Hintertüren, über Umwege, mit Strategien, die leise begannen und laut endeten. Sie haben Netzwerke geknüpft, Wissen weitergegeben, Protest organisiert, Unternehmen aufgebaut, Familien getragen und dabei nie aufgehört, weiterzudenken. Sie alle haben sich nicht kleinmachen lassen. Nicht zur Rippe. Nicht zur Randnotiz. Heute sehen wir Gründerinnen, Forscherinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen, Handwerkerinnen, Aktivistinnen. Frauen, die Strukturen verändern und gleichzeitig Gemeinschaft stärken. Die nicht nur mithalten, sondern vorausdenken. Die nicht warten, bis man sie bittet, sondern anfangen.
Frauen waren nie nur „die Muse“, nie nur „die Gute im Hintergrund“. Sie waren Strateginnen. Während man ihnen offiziell den Platz am Rand zuwies, haben sie längst das Spielfeld neu vermessen. Mit Köpfchen, mit Mut, mit erstaunlicher Cleverness. Der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung kein Geschenk ist, sondern Ergebnis von Mut. Von vielen kleinen und großen Lilith-Momenten. Passend hierzu empfehle ich den Besuch der Ausstellung Göttinnendämmerung, mit Buchvorstellung am 15. März.
Also feiern wir nicht nur, was Frauen leisten. Feiern wir auch ihren Mut zum Widerspruch. Ihre Fähigkeit Geschichten neu zu schreiben.
Be a Lilith, not an Eve.

Wir sehen uns im nächsten Schaufenster
Ich freue mich auf Sie!
Ihre Nicole Kaiser
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