AKTUELL. INFORMATIV. REGIONAL.
Ihre Anzeige in unserem Schaufenster-Magazin.
Die Ausgabe März 2026
ist in der Vorbereitung
Anzeigenschluss für die Ausgabe Februar 2026
Dienstag, 17. Januar 2026
Erscheinungstermin der Ausgabe März 2026
Samstag, 07. März 2026
Dann mit folgenden Themen:
-
Bauen-Wohnen-Garten
-
Start in die Fahrradsaison
-
Weltfrauentag "Frauen - clever & schön"
-
Veranstaltungen
-
Job & Karriere
-
Ostern
Alle Angaben unter Vorbehalt!
Liebe Leser
Wenn Oberschwaben die Maske aufsetzt
Kaum wird es Februar, verändert sich unsere Region. Die Landschaft bleibt die gleiche, aber die Menschen nicht. Besen stehen nicht mehr nur zum Putzen da und der Satz „Hosch mi no kennt?“ bekommt eine ganz neue Bedeutung. Es ist Fasnet – und damit jener herrliche Ausnahmezustand, in dem der Alltag kurz Pause macht.
Die Fasnet – in Oberschwaben und in vielen Teilen des alemannischen Raums – ist viel älter, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Ihr Ursprung reicht weit zurück, lange vor Konfetti, Umzügen und bunten Kostümen.
Schon in vorchristlicher Zeit feierten die Menschen Feste, um den Winter zu vertreiben und den Neubeginn des Frühlings zu begrüßen. Mit Lärm, Masken und wilden Gesten sollten böse Geister, Kälte und Dunkelheit verscheucht werden. Das erklärt bis heute das Scheppern der Schellen, das Stampfen der Narren und die oft archaisch wirkenden Holzmasken – sie sollten nicht schön sein, sondern wirksam.
Mit der Christianisierung bekam der Brauch eine neue Bedeutung. Die Fasnet wurde zur letzten großen Ausgelassenheit vor der Fastenzeit. Noch einmal essen, trinken, lachen und über die Stränge schlagen, bevor mit Aschermittwoch die 40-tägige Enthaltsamkeit begann. Daher auch der Name: „Fasnet“ leitet sich vermutlich von „Fastnacht“ ab – der Nacht vor dem Fasten. Im Mittelalter kam dann eine weitere Zutat dazu, die bis heute ihren Reiz hat: Die Welt steht Kopf. Unter der Maske durfte man plötzlich Dinge sagen, die sonst besser unausgesprochen blieben. Bauern nahmen die Herren aufs Korn, das Volk die Obrigkeit. Diese Narrenfreiheit war nicht nur Spaß, sondern auch ein Ventil – und manchmal sogar ein kleiner gesellschaftlicher Spiegel. Humorvoll, aber mit Tiefgang.
Genau dieser Mix macht die Fasnet bis heute aus: ein bisschen heidnisches Winteraustreiben, ein bisschen christliche Tradition und eine ordentliche Portion schwäbisch - alemannischer Eigensinn. Ein Brauch, der zeigt, dass Lachen, Verkleiden und ein kleiner Aufruhr gegen die Obrigkeit offenbar schon immer zum Menschsein dazugehört haben.
Fasnet in Oberschwaben ist mehr als Umzug und Kostüm. Es ist auch ein Ventil für den Winterblues und ein starkes Band zwischen den Generationen. Wer einmal erlebt hat, wie ein ganzes Dorf gemeinsam lacht, tanzt und ruft, der weiß: Diese Tage sind kostbar.
Und wenn am Aschermittwoch alles vorbei ist? Dann hängen die Masken wieder an der Wand – aber das Lächeln bleibt auch über die fünfte Jahreszeit hinaus.
Wir sehen uns im nächsten Schaufenster
Ich freue mich auf Sie!
Ihre Nicole Kaiser
SCHAUFENSTER – AKTUELL, INFORMATIV, REGIONAL
Anzeigen werden im Schaufenster neben redaktionellen Texten und passenden Rubriken platziert, immer themenbezogen und geordnet. Das ist für Sie die Garantie, dass Ihre Anzeige im Schaufenster auch gelesen wird. Es erscheint monatlich in bester Papier- und Druckqualität und beinhaltet alle wichtigen Veranstaltungen, Themen und Anzeigen aus der Region.
Unser Erfolgsrezept seit 1985 – wir orientieren uns an den Menschen in der Umgebung. Unsere Themen sind regional ausgerichtet und orientierten sich an Ihren Interessen. Sie umfassen Aktionen und Termine in den umliegenden Städten, Kunst und Kultur, kompetente Partner, Fitness und Gesundheit, interessante Tipps und Rezepte.
Für Sie ist das Schaufenster von großem Nutzen, nicht nur wegen unserem breit gefächerten Themengebiet, sondern auch weil wir direkt und kostenlos an die Haushalte verteilt werden.